Deutschlands Hundeanwalt hat wieder einmal erfolgreich seine Klienten verteidigt.

Martin Rütter, Deutschlands Hundeprofi Nr. 1, hatte wieder einmal eine vollbesetzte Anklagebank die es zu verteidigen galt. Am 28.11.2018 fand die Verhandlung um das Gerichtsurteil in der EWS Arena Göppingen statt. Angeklagt waren mehrere Vierbeiner, welche sich des für Hunde typischen Verhaltens schuldig gemacht haben. Rütter gelang es im Laufe der Verhandlung die Geschworenen davon zu überzeugen, dass nicht die Angeklagten die Schuldigen, sondern vielmehr die Zeugen - in Gestalt der Besitzer - die Hauptschuldigen bezüglich der Anklage sind.

Im Laufe seines zweistündigen Plädoyers führte der Anwalt der Hunde mehrere Beispiele für das stereotype Fehlverhalten der Herrchen an, welche der eigentliche Ursprung für das oftmals nervtötende aber durchaus witzige Verhalten ihrer Hunde sind. Rütter nahm das Publikum mit auf einen unterhaltsamen Spaziergang bei welchem er seine lustigsten und skurrilsten Erlebnisse als Hundeprofi erzählte, Verbesserungsvorschläge gab und sich über das wiederholende Fehlverhalten der Herrchen belustigte. Da wäre zum Beispiel der weit verbreitete Irrtum, dass man mit seinem Hund sprechen kann und dieser alle genannten Anweisung in die Tat umsetzten wird. Oder die fehlende Hartnäckigkeit der Besitzer, wenn es um die Belohnungen und das berühmt "Leckerli" geht. Gepaart mit humorvollen, aber durchaus treffenden Personifikationen und besonderen Eigenarten der verschiedenen Hunderassen, brachte Rütter garantiert jeden ertappten Zuschauer zum Lachen. 

Nachdem sich Martin Rütter vor allem aufgrund der fehlenden Empathie gegen die Katzen und eindeutig für den Hund ausgesprochen hat, tauchte er mit dem Publikum ein in die schwierige Zeit der Pubertät. Denn nicht nur heranwachsende Menschen sind eine echte Herausforderung für die Eltern, auch der Hund macht es seinem Herrchen in dieser Zeit ungemein schwer. Fehlende Gehorsamkeit, sinnlose Handlungen und eigenartige Hirngespinste, welche der Hundeprofi auf lustige Art und Weise darstellt und erläutert, lassen viele Hundebesitzer an ihrem Vierbeiner verzweifeln.

Rütter selbst und nun auch die zahlreichen Herrchen im Publikum sind sich zum Schluss der Show einig, sodass es am Ende seines Plädoyers einstimmig heisst: Freispruch! Denn Schuld ist nie der Hund alleine.

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